Meine Bolognesesoße

Jetzt werden viele genervt denken, noch ein Rezept für Bolognesesoße, oder Ragu alla Bolognese wie es in Italien heißt. Ja stimmt, aber der Klassiker muss sein, ich habe da schon viel Blödsinn gesehen, bei Leuten zu Hause, im Netz und auch in Restaurants. Außerdem ist es eines der Lieblingsrezepte fast aller Kinder und deshalb hier in der Rezeptsammlung extrem wichtig. Dabei ist es, wenn man ein paar grundsätzliche Sachen beachtet sehr einfach und auch gar nicht arbeitsintensiv. Man isst es in Bologna eigentlich nicht mit Spaghetti, sondern mit Tagliatelle, aber im übrigen Italien sieht man es meistens nicht so eng und in Deutschland sowieso nicht. Geschmackssache eben. Ich habe das Nudelgericht in meiner Kindheit in Südtirol kennen- und lieben gelernt und kann mich erinnern, dass es Skiurlaube gab, in denen ich es jeden Abend gegessen habe. Später , als ich selbst anfing zu kochen hab ich es nie so gut hinbekommen wie damals in Italien. Nach langem Rumprobieren und vielen verschiedenen Rezepten, die alle behauptet haben das echte, das beste oder das einfachste Rezept zu sein, habe ich mir mein eigenes gebastelt, das italienisch schmeckt und zwar etwas dauert, aber problemlos und einfach funktioniert.

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Meine Bolognesesoße
Küchenstil Italian, Italien
Keyword Italien
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit mindestens 2 Stunden
Portionen
Personen
Zutaten
Küchenstil Italian, Italien
Keyword Italien
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit mindestens 2 Stunden
Portionen
Personen
Zutaten
Anleitungen
  1. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Fleisch darin krümelig braten.
  2. Während das Fleisch brät das Gemüse, die Zwiebeln und die Knoblauchzehen entweder grob zerkleinern und in eine große Küchenmaschine mit Schneidmesser geben (so mache ich's immer), oder mit dem Messer sehr klein schneiden. Wenn das Fleisch angebraten ist, das Tomatenmark dazugeben und mitanrösten. Mit Wein ablöschen und den Wein einkochen lassen, bis er nicht mehr nach Alkohol riecht.
  3. Jetzt das fein geschnittene Gemüse zum Fleisch geben und ebenfalls 5 Minuten mitdünsten.
  4. Nun die gehackten Tomaten oder das Tomatenpüree zugeben und mit dem Brühpulver und der Sojasoße würzen. Wasser hineingießen, Lorbeerblätter und die anderen Kräuter hineingeben, wenn sie frisch sind ruhig den ganzen Stängel, den holen wir später wieder raus.
  5. Aufkochen lassen, dann die Sahne hineingießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das ist noch nicht endgültig, das wird dann nach der Kochzeit noch mal abgeschmeckt. Nochmals aufkochen und dann auf kleiner Flamme mit geschlossenem Deckel mindestens 2 Stunden köcheln lassen, noch besser länger. Ich stell die Soße meistens gegen 14 Uhr hin, wenn's das zum Abendessen geben soll. Zum Ende der Kochzeit noch einmal endgültig abschmecken und weiter verwenden, z. B. für Lasagne. Den Rest friere ich immer in kleineren Portionen ein, dann hat man ein schnelles Essen oder Soße für Lasagne oder ähnliches.
  6. Serviert wurde die heiße Pasta in Italien immer mit einem kleinen Stück Butter obenauf, das appetitlich schmolz un über die Nudeln lief und natürlich frisch geriebenem Parmesan oder Grana Padano nach Wunsch. Man kann die Soße auch für Rigatoni al forno verwenden, sollte sie aber noch ein wenig abwandeln.